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Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der Energiewende: Betriebsleiter Michael Feichtinger verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert verabschiedet sich Michael Feichtinger, Vorstand und Betriebsleiter der Elektrizitäts-Genossenschaft Tacherting-Feichten in den Ruhestand – und mit ihm geht eine prägende Persönlichkeit der regionalen Energiewirtschaft.

Von 2000 bis 2026 war er in dem Unternehmen tätig und hat in dieser Zeit die grundlegende Veränderung der Energieversorgung in Deutschland hautnah begleitet und aktiv mitgestaltet.(mehr lesen)

Als er seine Tätigkeit aufnahm, war die Stromwelt noch eine andere: Große, zentrale Kraftwerke bestimmten das Bild, erneuerbare Energien spielten kaum eine Rolle. Heute hingegen stammen über 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen – allen voran Windkraft und Photovoltaik.

Dieser Wandel – die Energiewende – brachte viele Herausforderungen mit sich. Strom wird heute viel dezentraler erzeugt und schwankt stärker, etwa je nach Wetter. Das stellt hohe Anforderungen an die Netze und deren Steuerung.


Parallel dazu wandelte sich Deutschland vom Stromexporteur zum Importeur – ein Umstand, der die Dynamik auf den Energiemärkten zusätzlich erhöhte.
 
Auch wirtschaftlich war die Entwicklung anspruchsvoll. Die Liberalisierung des Strommarktes eröffnete neue Geschäftsfelder im Vertrieb, brachte jedoch zugleich erhöhte Risiken in der Strombeschaffung mit sich. Planbarkeit wurde zunehmend durch kurzfristige Marktschwankungen ersetzt. Dennoch gelang es dem Unternehmen unter der Führung von Michael Feichtinger, sich erfolgreich zu positionieren und neue Kunden außerhalb des eigenen Netzgebiets zu gewinnen.

Ein zentrales Thema seiner Amtszeit war der Ausbau der Infrastruktur. Der Wandel hin zu einer dezentralen Energieerzeugung erforderte massive Investitionen in die Netze. Projekte wie neue Stromtrassen und der Ausbau des 20-kV-Netzes wurden konsequent vorangetrieben, um die Versorgungssicherheit auch in Zeiten volatiler Einspeisung zu gewährleisten.


Doch der scheidende Geschäftsführer dachte über die klassische Energieversorgung hinaus. Früh erkannte er die Bedeutung der Digitalisierung und schuf mit dem Ausbau eines Breitband- Netzes ein zusätzliches Standbein für die Genossenschaft. Heute werden darüber rund 2.000 Kundinnen und Kunden in der Region mit schnellem Internet versorgt. Auch intern hat sich das Unternehmen stark weiterentwickelt: Aus einem kleinen Team von drei Mitarbeitenden ist ein moderner Betrieb mit rund 20 Beschäftigten geworden. Den Bau des neuen Betriebsgebäudes in Tacherting im Jahr 2003 begleitete Feichtinger federführend.


Neben den fachlichen Themen bleibt vor allem eines in Erinnerung: sein persönlicher Einsatz. Er führte das Unternehmen mit sehr großem Engagement, hatte stets ein offenes Ohr für seine Mitarbeitenden und stellte sich auch in schwierigen Zeiten hinter sein Team. 
 Auch im Gespräch mit Geschäftspartnern, Behörden oder in der Region – er verstand es, auf unterschiedliche Menschen einzugehen und begegnete allen auf Augenhöhe.

Mit seinem Abschied gehen die Betriebsleitung und Vorstandschaft nun auf Markus Zenz über, der bereits seit seinem Eintritt im Jahr 2020 Schritt für Schritt an die Führungsaufgaben herangeführt wurde. Ihm zur Seite steht Claudia Vordermaier, ebenfalls im Vorstand der Genossenschaft, die bereits seit 25 Jahren im Unternehmen tätig ist.
Für die EGTF beginnt damit ein neuer Abschnitt – getragen von einem starken Fundament, das in den vergangenen 26 Jahren mit großem Einsatz, unternehmerischen Mut und Weitblick geschaffen wurde. 

DANKE MICHI FÜR DIE LETZTEN 26 JAHRE UND ALLES ERDENKLICH GUTE FÜR DIE ZUKUNFT WÜNSCHEN ALLE KOLLEGEN DER EGTF!